E-Life. Mit Technologie und Big Data besser leben.

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Neulich beim Arzt. Das Wartezimmer ist mäßig gefüllt. Zehn Minuten Wartezeit sind akzeptabel. Das Gespräch mit dem Arzt eher unergiebig. Blutdaten sind nicht aktuell. EKG-Daten schon ein Jahr alt. Blutdruck nur eine Momentaufnahme. Die Diagnose fällt schwer. „Da muss ich Sie zum Spezialisten schicken!“

Gesund und fit mit Innovationen aus der Medizintechnik

Die tägliche Praxis der persönlichen Gesundheitsfürsorge funktioniert in Deutschland immer noch wie in den 80er Jahren. Nicht vernetzt, selten aktuell, mehr ahnen als wissen. Apps, Avatare und Wearables sind auf dem Vormarsch und lassen eine Frage aufkeimen: Warum muss ich überhaupt noch zum Arzt?

Medizintechnik ist Technologie für mehr Lebensqualität

Die Düsseldorfer Medizintechnikmesse Medica gibt Antworten in diesem milliardenschweren Markt. Im Zentrum steht die digitale Vernetzung und die Übertragung medizinisch relevanter Daten. Kleines Beispiel gefälligst? Die Frankfurter Firma Personal Med Systems ermöglicht mit vier Elektroden und einem USB-Anschluss ein 22-Kanal EKG inklusive 360-Grad-Sicht des Herzens auf einem Smartphone oder Tablet. Die Daten können – falls gewünscht – direkt dem Hausarzt per E-Mail geschickt werden. Die Besprechung der Daten und möglicher Konsequenzen könnte auch gleich per Skype stattfinden. Wartezimmer-Idylle adé.

Bei allen strengen Datenschutzrichtlinien in Deutschland ist dennoch klar. Der bewusste Patient ist Herr seiner Daten. Er kann darüber entscheiden, ob er die Daten aus app-gestützten Vorsorge- und Fitness-Programmen mit der Person seines Vertrauens teilt, um bessere Diagnosen zu ermöglichen. Ist das ein Schreckgespenst der Big Data Diskussion oder medizinischer Segen technologiebasierter Fürsorge?

Big Data fängt bei mir selber an

Ich werde da mal – als begeisterter Water-Rowing-Fan – einen Selbstversuch wagen. Belastungsdaten aus dem sportbegleitenden Fitness-Programm werde ich anreichern mit Daten aus regelmäßiger Blutdruck-Messung und selbsterstellten EKG´s. Dann beginnt wahrscheinlich die Suche nach einem medizinisch versierten, technologisch aufgeschlossenen und vertrauensvollen Fachmann, der mit diesen Daten auch wirklich etwas anfangen kann.

Auf jeden Fall bin ich überzeugt, dass Big Data, Innovation und Technologie das Leben besser machen können. Was es dafür braucht? Pfiffige und komfortable Anwendungen, sichere Datenräume für persönliche Informationen und aufgeschlossene Experten, die wissen, wie sie mit selbstbestimmten Persönlichkeiten umgehen.