Beyond, BAMF und Business

Beyond Converged

Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit eine bemerkenswerte Sendungs-Produktion in den Räumen der Spiegel TV Produktion zu leiten. Es ging um Technologie, Politik, Leistungsbereitschaft und Verantwortung. Auf deutsch: Im Mittelpunkt stand die Geschichte der Anwendung „ASYL Online“, mit der Oracle das Flüchtlingsmanagement digitalisiert hat.

In 20 Minuten zum „Ankunftsnachweis“

Jeder von uns kennt wahrscheinlich noch die Bilder der vor dem Amt wartenden Flüchtlinge, die dringend auf eine Bescheinigung warten, mit der ein geregelter Verfahrensweg in Gang gesetzt wird. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (kurz BAMF) stand vor der enormen Herausforderung, die sprunghaft angestiegene Zahl von Aslyanträgen besser und schneller zu managen.

In 40 Tagen zur Lösung

Ich war enorm überrascht, als ich in dieser Sendung die Hintergründe der technischen Lösung erfahren habe. In nur 40 Tagen hat das Team vom BAMF mit den Oracle Kollegen ein System geschaffen, das eine zentrale Lösung für die mobile Datenerfassung, beispielsweise an der deutschen Grenze darstellt. Und es liest sich auch in der Pressemitteilung ziemlich gut: „Gleichzeitig besteht eine Verbindung zu den Systemen anderer Bundesbehörden, wie beispielsweise dem Bundeskriminalamt oder dem Ausländerzentralregister und in die einzelnen Bundesländer. Dabei ist insbesondere der reibungslose und sichere Austausch biometrischer und personenbezogener Daten gewährleistet. Des Weiteren wird den Flüchtlingen der neue „Ankunftsnachweis“ ausgehändigt, an den in Zukunft Leistungen geknüpft werden sollen.“ Und das alles in nur 40 Tagen von der Idee bis zum Go Live.

Beyond Converged Infrastructure

Nun lese ich viel über technologische Entwicklungen und bin mehr als einmal beim Begriff der „Converged Infrastructure“ ins Grübeln gekommen. Reicht das eigentlich aus, um in den heutigen Zeiten echten Business-Mehrwert zu generieren? Nein. Deshalb passt für mich der Begriff von „Beyond Converged Infrastructure“ ( http://bit.ly/Konvergenz_und_mehr ) viel besser. Die Geschichte vom BAMF zeigt es ja. Wer weiter denkt und die bisherigen „Denk“-Grenzen der Technologie überwindet, der schafft echten Nutzen. Und wenn es sein muss, auch mal in 40 Tagen.

Happy day

Martin

Industrie 4.0: So geht Innovation!

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Erfolgreich mit Menschen und Maschinen.

Ich wusste es schon immer (Klugscheißer). Innovation geht nicht ohne Menschen (Optimist). Funktioniert aber besser mit Maschinen (ah, Realist). Auf der Suche nach einem beredten Speaker über das Thema Industrie 4.0 und Innovation bin ich (Danke, Tina) auf das Unternehmen Wittenstein gestoßen. Was für eine Entwicklung über die Jahre, welch Unternehmergeist, welch Risikofreude und was für eine Erfolgsgeschichte Wittenstein. Ein Unternehmen, das den Namen des Inhabers trägt. Also einer Person, bei der Risiko und Verantwortung in einer Hand verbunden sind (der echte Unternehmer).

Marktpotential Industrie 4.0 versus Kreativpotential Mensch

Die Geschichte der Firma ist von permanenter Innovation, exzellentem Ingenieurgeist und produktiver Integration getragen. Bei aller industrieller Fertigkeit steht dennoch eines im Vordergrund: Der Mensch – und der wird vom „Bediener zum Bedienten. Das wird viel zu häufig in Studien und Berichten außer acht gelassen. Die Ergebnisse einer aktuellen bitkom-Befragung stellen eher das Marktpotential in den Vordergrund. „Dank IT können die Unternehmen in der vernetzten Produktion zum Beispiel noch besser auf die Anforderungen ihrer Kunden eingehen und hochindividualisierte Produkte genau nach deren Wünschen produzieren. Dies wird die Geschäftsmodelle vieler Branchen nachhaltig verändern“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Das ist gut für den Wirtschaftsstandort. Aber was ist mit den Menschen, die diese Entwicklungen möglich machen?

Innovation kommt von Menschen

Für die Firma Wittenstein ist klar, dass in der Indsutrie 4.0 der Mensch die entscheidende Rolle spielt. Bei aller Sensorik in der Produktion wird es auch in der Zukunft sensorische Lücken geben, die nur mit menschlichen Fähigkeiten bewältigt werden können. Als Entscheider nimmt der Mensch die Rolle des Konflitlösers ein und als Akteur steht der Mensch im Mittelpunkt der Arbeitsinhalte. Diese sind von hoher Komplexität, Kundeindividualität und unregelmäßiger Wiederholbarkeit geprägt. Dabei sind die flexibile und passgenaue Handungsweise von Menschen die richtige Antwort auf die vielfältigen Anforderungen.

Last, but not least. Der Mensch in seiner Rolle als kreativer Geist. Das Video von Wittenstein zeigt aus meiner Sicht in beeindruckender Weise, wie Mensch, Innovation und Technologie sich miteinander verbinden und Herausragendes schaffen. Ein gutes Beispiel für: Let´s talk about people.

Hier der Link zum Video.